Der Elefant in der Zündholzschachtel

Vor ein paar Tagen, hab ich wieder einmal gelesen, dass Kinder in Waldorfschulen ihren Namen tanzen.


Während eines Spaziergangs kamen mein Mann und ich darüber ins Gespräch und ich fragte scherzend, ob ich vielleicht meinen nächsten Eurythmiekurs mit den Worten

 

"Hier können auch Sie endlich lernen Ihren Namen zu tanzen"

 

ankündigen sollte.

 

Wir mussten lachen - eigentlich grinsen, ... und fanden es irgendwie absurd, .... es macht das Umfassende so klein, als würde man einen Elefanten ins Zündholzschachterl sperren wollen.

 

Das mit dem Namen-tanzen hält sich eben penetrant ... es ist ja auch was Wahres dran... Du kannst durch die Eurythmie erleben, wie sich Dein Name als Bewegung anfühlt und wie er als Lautwesen sichtbar wird.

 

UND es gibt noch eine unendliche Fülle von anderen Worten, Klängen, stillen Räumen, Übungen, Meditationen und Erfahrungen, in die Du Dich eurythmisch hinein bewegen kannst... es öffnet sich ein immer weiter werdender Kosmos in Dir selbst und um Dich herum.

 

Bei dieser Art zu bewegen erfüllt sich Dein Körper ganz mit Deiner Seele und macht das unsichtbar Wirkende (die Idee oder Gesetzmäßigkeit hinter den Dingen, das Lebendige, bevor es Form wird) erlebbar und sichtbar.

Eurythmie macht stark und glücklich, weil sie Deine Seele nach Hause in Deinen Körper und zugleich in ihre Urheimat, in die ewige Welt der Bildekräfte bringt.


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