Der stetige Werdestrom

Als ich ein Kind war, liebte ich es, durch ein Kaleidoskop zu schauen. Die sich bewegenden bunten Kristalle, die sich bildenden und wieder, in scheinbar chaotischen Übergängen auflösenden Formen, faszinierten mich.


Hörte ich auf, an der Linse zu drehen, war zwar ein Muster da, aber das mich entzückende Leben erstarrte oder brach in sich zusammen.

So bewegte ich weiter und hielt das Wunderding vor alle möglichen Lichtquellen und farbigen Hintergründe.

 

Ich bestaunte, stetig drehend, die Wunder des ewigen Werdens. Schnell war mir klar, auch das Vergehende, ist ein Werdendes, ein Übergehen in ein Anderes. Alles Lebendige ist in Bewegung und in einem stetigen Werdestrom.

 

Als am Ende eines Kurses, eine gemeinsame Eurythmieform so richtig ins Fließen kam, tauchte diese beglückende Erinnerung an mein Kaleidoskop, an mein erstes „eurythmisches“ Erlebnis, wieder auf.

Bis heute bin ich fasziniert vom Werdestrom, der überall aufspürbar ist, wo Leben ist.


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Kommentare: 1
  • #1

    Kerstin (Dienstag, 06 Juni 2017 16:04)

    Liebe Johanna, super Website! Ich bin überzeugt. Da hast du ein wirklich was tolles geschafft!